Nizwa
13. Dezember 2017 | Maikl

 

Wir könnten über das Fort, den Souq oder die Moscheen schreiben, aber diese Infos haben bereits Wikipedia und andere gesammelt und niedergeschrieben.
 

Wir haben unser Camp für eine Nacht mitten in einem Schotterwerk, gefühlte 100 Meter Luftlinie von Nizwas Stadtzentrum entfernt, aufgestellt. Ein unbeschreiblicher Abend. Wir bewaffneten uns mit Ukulele, Blues Harp und Topf und legten los. Alte Klassiker wie „Mitten im Atlantik“, wurden mit neuen Hits wie „Oh Mann Oman“ und „Skifohrn“ vermischt. Wir spielten und sangen bis spät in die Nacht und hielten nur kurz inne, als der Muezzin sein Abendgebet sprach. Ein wahrhaft magischer Abend mit Erinnerungen für die Ewigkeit!

Am nächsten Morgen stand eine kurze Stadttour auf dem Programm. Bei sengender Hitze beschränkte sich unser Radius auf den alten Stadtkern. Das beste am Souq? Die Datteln! Wir haben sicher pro Kropf 10 – 15 Datteln verschiedenster Sorten probiert und unseren Vorrat für die nächsten Tage aufgestockt. Manche werden ohne Snickers zur Diva, Michi ohne Datteln. Fairerweise müssen wir sagen, dass wir ihn auf Entzug gesetzt haben. Keine Zigaretten, keinen Alkohol und wenig bis gar keinen Kaffee. Drei Dinge, für welche er normalerweise über Leichen geht, aber 10 Datteln pro Tag und die Diva war handzahm.

„Für was steht Nizwa?“, habe ich mich später gefragt. Nizwa steht, wie das ganze Land, für die Erhaltung der Geschichte und Traditionen, aber auch für den Wandel. Es gibt Baustellen an allen Ecken und Einkaufzentren mit westlichem Flair. Energie-Engpässe oder Stromkosten, scheinen die Omanis nicht zu kennen. Jede Straße wird bei Nacht bis auf den letzten Zentimeter ausgeleuchtet und sogar einen Eislaufplatz fanden wir in einem Einkaufzentrum. „Die spinnen, die Omanis!“

 [Office1]Hier könntest du 3 Links auf Wikipedia setzen (falls die Artikel gut sind), damit jemand, der da was drüber lesen will auch wirklich was findet.

Tag 4 - Nizwa, Nomadic Desert Camp (9)
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Muscat
Faszinierende Königstadt

 

Vor dem Start in die Hauptstadt haben wir uns mitten auf einer unbefahrenen Bergstraße eine kleine Dusche gegönnt: Kanister am Auto befestigt und Wasser Marsch. Wir waren zwar in den vergangenen Tagen viel im Wasser, jedoch waren unsere Haare ein „wenig“ filzig, um es charmant auszudrücken.  Zwei Mal duschen in 10 Tagen, reichte uns dann aber auch.

Da wir schon in Nizwa die Öffnungszeiten der zwei großen Moscheen verpasst hatten, wollten wir unbedingt die Sultan Qaboos Moschee von Innen begutachten. Leider kam uns der Sultan höchst persönlich in die Quere. Auf dem Weg zur Moschee wurde eine Straßensperre errichtet. Von Soldaten mit Maschinengewehren und strengen Blicken bis hin zur Autoeskorte war alles dabei. Der Sultan wollte in die Hauptstadt und so wurde alles abgeriegelt. Wir versuchten unser Glück auf der anderen Seite der Stadt und fuhren dabei in die nächste Straßensperre. Gegen den Sultan war kein Kraut gewachsen. Die Zeit lief uns davon, es sollte einfach nicht sein. Ein wenig geknickt und doch voller Vorfreude, stürzten wir uns ins Getümmel des weltberühmten Souqs von Muscat. In den nächsten zwei Stunden wurde gefeilscht, gezockt und geshoppt, was das Zeug hält.

Wir vertraten uns im Regierungsviertel ein wenig die Beine, jedoch rutschte uns die sengende Hitze “kniehoch“ nieder. Das Viertel mit dem Sultanspalast war zwar der Wahnsinn, doch bevor der erste von uns eine Fata Morgana sah, entschieden wir uns das Weite zu suchen. Wir „gönnten“ uns ein klimatisiertes Einkaufszentrum mit integrierter Bowlingbahn. Es kam zum Giganten-Duell, Zelt gegen Zelt, Mann gegen Mann! Naja, um ehrlich zu sein, die verbalen Attacken und Psychospielchen waren besser als das Spiel selbst, trotzdem brannte die Hütte.

Vor der Fahrt zum Flughafen sollte es noch zu einem Highlight kommen. Der Hunger trieb uns per Zufall in eine Seitenstraße, direkt in die Arme einer Straßenküche. Für umgerechnet 20 Euro schlugen wir uns die Bäuche mit leckeren Fleischspießchen, Suppe und Naan-Brot voll. Auf leicht klebrigen Plastikstühlen, mitten auf einem Schotterparkplatz, ging uns Vieren das Herz auf. Ein gelungener Abschluss einer Wahnsinns-Reise!

Kleine Anekdote zum Abschluss: Es heißt Don Quijote gegen die Windmühlen oder Dave gegen die Flughafenkontrollen. Intimfeinde fürs Leben. Dieses Mal fischten die Kontrolleure eine Hängematte aus dem Handgepäck, da das Seil der Haltevorrichtungen anscheinend zu lang war. „Gefahr der Geiselnahme“ lautete die Anklage. Dave nahm’s mit einem Lächeln und ließ die Hängematte als „Gastgeschenk“ zurück, die Erfahrungen der letzten Jahre hatten ihn abgehärtet. Jedoch wir sind uns sicher: Fortsetzung folgt!

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